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Dienstag, 25. Juni 2013

Jugendarbeit? Jugendarbeit!

Der eine oder die andere hat es sicherlich schon mitbekommen: Im Moment geistert wieder mal die Idee durch einige politische Gruppierungen in Wiener Neustadt, den Jugendbeauftragten & sein Team von megafon abzuschaffen. Als Argument wird dabei immer wieder ins Treffen geführt, dass die Veranstaltungen und Initiativen von megafon zu wenig Personen erreichen, und ohnehin nur "Randgruppen" erreichen. All jene, die das behaupten, mögen sich bitte den Tätigkeitsbericht von megafon ansehen. (weil der dann doch etwas länger ist, verlinke ich ihn hier und stelle ihn erst am Ende des Artikels online).

Eine derjenigen, die das behauptet und immer wieder mit Nachdruck die Abschaffung des Jugendbeauftragten fordert, ist Annegret Zwickl, Jugendgemeinderätin der ÖVP und Chefin der jungen Volkspartei in Wiener Neustadt. Als solche hat sie immer wieder Veranstaltungen durchgeführt, bei denen die Gäste in Massen gekommen sind:


Wann genau diese Streetpartys stattfanden, lässt sich mangels Datum nicht feststellen, eingrenzen lässt sich der Zeitraum trotzdem, es muss spätestens Sommer 2011 gewesen sein. Zu diesem Zeitpunkt endet nämlich der Veranstaltungskalender auf der Homepage der JVP. (Nachtrag: die Streetpartys fanden 2009 statt, siehe hier.)

Der Versuch, ein jugendpolitisches Konzept auf der Homepage zu finden, musste leider mangels Erfolgsaussichten eingestellt werden. Dafür findet sich ein Gästebuch:


Immerhin, satte drei Einträge - der Letzte aus 2009.

Eine Aktion konnte ich dann doch noch finden, sie nennt sich "Ich bin auf 100!". Um was es genau gegangen ist, lässt sich nicht mehr herausfinden, die dazugehörige Webseite www.ichbinauf100.at ist nicht mehr verfügbar. Dafür gibts noch ein Foto, das Vizebürgermeister Stocker beim Verteilen von Pickerln zeigt. Das nenn ich knallharte Jugendarbeit!



Was also hat die JVP in den letzten 2 Jahren gemacht? Gar nichts. Das ist trotz der ohnehin schon schmalen Leistungsbilanz der Jahre davor ein Abstieg. Warum Zwickl Jugendgemeinderätin ist, entzieht sich meiner Kenntnis. Fraglich auch, ob sie sich in Zukunft Randgruppengemeinderätin nennt, bezeichnete sie doch Jugendliche aus Wiener Neustadt als solche.

Also weitergeschaut, ob nicht eine Facebook-Seite existiert - wegen jugendgerechter Kommunikation und so. Fehlanzeige. Nur eine Seite "JVP Bezirk Wiener Neustadt & Friends" lässt sich finden - die ist im Gegensatz zur Homepage der JVP fast brandaktuell: der letzte Eintrag hier ist mit Februar 2013 datiert. Interessant auch, dass dort die Ernennung der Stadt Wiener Neustadt zur Jugendpartnergemeinde totgeschwiegen wird.

(Auch Wiener Neustadt wurde vom schwarzen Landesrat Wilfing als Jugendpartnergemeinde ausgezeichnet, vor allem wegen der hervorragenden Jugendarbeit - das verschweigt die JVP aber lieber)

Und die Obfrau dieses Vereins behauptet nun also, dass mit dem Geld, dass der Jugendbeauftragte zur Verfügung hat, um jugendkulturelle Initiativen, Veranstaltungen und Vereine zu fördern, besser jugendkulturelle Initiativen, Veranstaltungen und Vereine gefördert werden sollen (ihr Parteivorsitzender Stocker nennt das Budgetumschichtung, muss man nicht verstehen, diese ÖVP-Logik). welche Vereine und Initiativen sie meint, bleibt natürlich offen. Die JVP kanns jedenfalls mangels Aktivitäten nicht sein.

Im Vergleich dazu die Aktivitäten von megafon in den letzten 4 Jahren: